Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik Oberlausitz e.V.
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Vorbild und Nachahmung

Das Menschsein lernt der Mensch nur am Menschen“  (Novalis)

 

Das kleine Kind hat einen großen Drang, alles was in seiner Umgebung vor sich geht, nachahmend zu verarbeiten. Sinnvolle oder törichte Handlungen, liebevolle oder fahrige Nervosität, beherrschte oder unbeherrschte Temperamentsäußerungen wirken sich entscheidend auf die Entwicklung an Leib und Seele aus.

Das Kind vor dem siebten Lebensjahr lernt durch Nachahmung, kaum durch kluge Anweisungen oder Belehrung.

Es ist mit seiner Vorstellungskraft noch ganz an die Sinneswahrnehmung, ganz an das unmittelbare Erleben gebunden.

 

Daraus ergibt sich der Verantwortungsbereich und die  Aufgabe der ErzieherInnen. Es gilt, das Leben in der Gruppe, die gewöhnlichen Handlungen und Arbeiten des Tages sinnvoll, freudig und transparent zu gestalten. Die Fülle an notwendigem Tun, z.B. das Vorbereiten von Festen, das Backen des Kuchens fürs Vesper, das Decken des Tisches für die Mahlzeiten oder das Herstellen und Reparieren von Spielmaterialien, geben den Kindern sinnvolle Anregung für ihr Spiel.

Je voller und selbstredender das Leben im Kindergarten ist, desto anregender als „Lernfeld“ ist die Umgebung für das Kind.

Wesentlich ist die Tatsache, dass es „echt“ ist und dass es Heiterkeit und Freude am Leben verbreitet. Dies ist die Grundlage für altersgerechtes Lernen und eine gesunde Entwicklung der Kinder in der gesamten Vor-schul-zeit.

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